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	<title>mediati &#187; Peter Schink</title>
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	<description>Agentur für digitale Zukunft</description>
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		<title>Ich brauche (fast) keinen Computer mehr</title>
		<link>http://www.mediati.de/blog/ich-brauche-fast-keinen-computer-mehr.html</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Jul 2010 08:57:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Schink</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufmacher]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src=http://www.mediati.de/wp-content/uploads/0504_cloud.jpg>In der letzen Zeit haben eine Reihe von Leuten darüber geschrieben (<a href="http://www.zdnet.de/it_business_bizz_talk_cloud_computing_und_andere_trends_der_nahen_zukunft_story-39002398-41534255-1.htm">1</a>, <a href="http://www.pc-professionell.de/news/2010/06/23/cloud_computing_wird_milliardengeschaeft_">2</a>), dass der "Cloud" die Zukunft gehöre. Das klingt alles sehr wolkig bis nebulös. Alle Applikationen und Dateien sollen bald und irgendwie nur noch online verfügbar sein. Ich finde, von ZUKUNFT kann keine Rede sein. Ein kleiner Praxisbericht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src=http://www.mediati.de/wp-content/uploads/0504_cloud.jpg><strong>In der letzen Zeit haben eine Reihe von Leuten darüber geschrieben (<a href="http://www.zdnet.de/it_business_bizz_talk_cloud_computing_und_andere_trends_der_nahen_zukunft_story-39002398-41534255-1.htm">1</a>, <a href="http://www.pc-professionell.de/news/2010/06/23/cloud_computing_wird_milliardengeschaeft_">2</a>), dass der &#8220;Cloud&#8221; die Zukunft gehöre. Das klingt alles sehr wolkig bis nebulös. Alle Applikationen und Dateien sollen bald und irgendwie nur noch online verfügbar sein. Ich finde, von ZUKUNFT kann keine Rede sein. Ein kleiner Praxisbericht.</strong></p>
<p>Eigentlich ist die Diskussion eine der Gegenwartsbewältigung. Mein Nutzungsverhalten ist doch längst in der Cloud angekommen. Einen stationären Computer brauche ich &#8211; fast &#8211; nicht mehr.</p>
<p>1. Bei mir fängt Cloud Computing bei der Internetnutzung an. Mein Blog, mein Facebook, mein Twitter, meine Nachrichten, del.icio.us, Flickr, YouTube und LastFM, alles befindet sich in der &#8220;Cloud&#8221;. Kurzum, meine gesamte Informationswelt ist schon dort.</p>
<p>2. Meine Büroorganisation ist auch schon da. Ich nutze Googles Mail, deren Kalender, meine Kontaktliste liegt auch dort, seit kurzem Pflege ich selbst meine ToDo-Liste bei Google. Warum? Weil ich mit zwei Rechnern und Handy die ständige Synchronisation schon lange Leid war. Mit Google ging&#8217;s leichter. Und seit ich ein <a href="http://www.android.com/">Android</a>-Handy habe, fällt die Synchronisation quasi gar nicht mehr auf, sie geschieht unauffällig im Minutentakt.</p>
<p>3. Auch meine Kommunikation ist wolkig. Google Talk läuft webbasiert, mein <a href="http://www.sipgate.de/user/index.php">030-Telefonanschluss</a> ist nicht mehr als eine Software, die sich auf Macbook oder Handy starten lässt.</p>
<p>4. Lange Zeit waren noch meine Daten an Rechner gebunden. Word, Powerpoint- und Exceldateien, auch Bilder und andere Dokumente klebten förmlich an einem Stück Hardware. Eine mobile Festplatte hat irgendwann das Problem nur so halb beseitigt. Die eigentliche Abhilfe kam durch die <a href="https://www.dropbox.com/home#:::">Dropbox</a>. Dort liegen nun alle meine privaten Dateien, ordentlich gesichert. Sie sind jederzeit an beliebigen Rechnern verfügbar, weil Dropbox schlicht synchronisiert &#8211; so dass Betriebssysteme dann wie gewohnt offline damit umgehen können.</p>
<p>Im Wesentlichen war&#8217;s das auch schon. Damit sind alle wesentlichen Dinge meines Computeralltags online.</p>
<p>Was fehlt? Vor allem ordentliche Office-Programme, Bildbearbeitung und ähnliches in der Cloud. Google und Microsoft geben sich ja redlich Mühe, aber der Funktionsumfang der Online-Varianten ist immer noch nicht adäquat. Mir persönlich mangelt es an Dingen wie automatischen Inhaltsverzeichnissen, Kopf- und Fußzeilen oder dem Änderungsmodus. Um nur ein paar Beispiele zu nennen.</p>
<p>Heute nicht mehr in der Cloud zu arbeiten wäre für mich nicht vorstellbar. Ohne die Dropbox wäre unsere kleine Agentur mit Standorten in Berlin und Köln wohl wesentlich schlechter sync-organisiert.</p>
<p>Es handelt sich also bei der &#8220;Cloud&#8221; keineswegs um ein wolkiges Thema.</p>
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		<title>Das iPad &#8211; eine kleine Ironie</title>
		<link>http://www.mediati.de/blog/das-ipad-eine-kleine-ironie.html</link>
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		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 06:27:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Schink</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src=http://www.mediati.de/wp-content/uploads/ipad-ironie.jpg>
Peter Schink hat sich ein iPad gekauft. Das lässt sich auf verschiedene Weisen betrachten. Die Geschichte seiner ersten Woche ist die einer kleinen Ironie.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src=http://www.mediati.de/wp-content/uploads/ipad-ironie.jpg><br />Die Geschichte beginnt mit einer Zugfahrt durch den Regen, am Freitagmorgen des iPad-Verkaufsstarts in Deutschland. Auf Twitter sehe ich Fotos von Menschen, die unter Regenschirmen geduldig vor dem Apple-Store in Frankfurt warten. </p>
<p>Mein iPad wartet schon auf mich, 200 Meter weiter in einem großen Elektronikgeschäft. Dort daddeln nur ein halbes Dutzend Schulschwänzer an den Ausstellungsgeräten. Von Schlangestehen kann hier keine Rede sein, das iPad macht hier eher den Eindruck eines Ladenhüters.</p>
<p>Als ich das iPad auspacke, weht ein Hauch von IT-Geschichte durch den Raum (Szene: wieder Zug, auf dem Rückweg). Das Gerät lässt sich das allerdings nicht anmerken, und verweigert ganz dümmlich zunächst die Einrichtung über iTunes. Ach so, ohne Internetverbindung geht ja nichts. Eine Micro-SIM für das mobile Internet habe ich noch nicht. Ich fühle mich wie der Mensch in der Höhle, der ohne Licht im Dunkeln sitzt. Wie die Welt draußen aussieht, erahne ich noch nicht einmal. Selbstverschuldete Unmündigkeit macht sich in mir breit.</p>
<p> Später zuhause, das WLAN hat mein iPad zum Leben erweckt, trete ich aus der Höhle. Doch es ist nicht die Sonne, die mich blendet. Das iPad hat einfach ein krass helles Display. </p>
<p>Im Internet durchstöbere ich iPad-Berichte, besser gesagt werde ich fast von ihnen erschlagen. Die ganze Welt kennt nur noch ein Thema, so scheint es. Mein Wissensschatz wird erweitert um so großartiges Wissen wie: Vierfaches Tippen markiert einen ganzen Absatz. Bloß nicht versehentlich fünfmal tappsen, nehme ich mir vor.</p>
<p><bild1>Schnell lerne ich auch, dass ich meine alte Mobilfunkkarte beschneiden soll, damit sie sich als Fake der von Apple neu eingeführten Micro-SIM ins iPad einpflanzen lässt. Ja, denke ich. Das Problem löse ich auch noch. Irgendwie. Nur wie, ohne mich dem Risiko der unfreiwilligen Mobillosigkeit auszusetzen? Schweißperlen verirren sich auf meine Stirn.</p>
<p>Beim Mailschreiben versuche ich das iPad erst mal in den Händen zu halten. Schwerer Fehler. Mir war nicht klar, wie schnell 700 Gramm zu einem schwer-wiegenden Problem werden. Meine Hände fangen an zu krampfen während ich versuche, gleichzeitig zu halten und zu tippen. Nun gut. Dann eben doch auf dem Schoß. Ich fange an, mit den Fingern auf den Schenkeln zu arbeiten. Ich fühle mich unsittlich.</p>
<p><b>ich wage mich an meine Beschneidung</b></p>
<p>Später am Abend. Ich wage mich an meine Beschneidung. Eigentlich muss ja nur meine Handykarte dran glauben. Meine Angst ist allerdings so groß, als rückte ich meinem eigenen besten Stück zuleibe. Ich habe drei verschiedene Berichte und ein Youtube-Video konsumiert. Alle versichern, das Umschneiden der Handykarte auf das kleine Form sei gaaaar kein Problem. Statt einem Beil (wie in einem Bericht empfohlen) nehme ich vorsichtshalber ein altes Teppichmesser aus dem Werkzeugkoffer. Schweißperlen tropfen zu Boden.</p>
<p>Zehn Minuten später passt die Handykarte tatsächlich in Apples Micro-SIM-Slot. Mein Herz rast.  Und natürlich geht das waghalsige Unterfangen schief. Zumindest passt das dämliche Teil erst einmal nicht mehr ins iPad. Ich fluche, schiebe, zerre. Dann: geschafft. Und tatsächlich, die Handykarte nimmt ihren Betrieb auf, wie versprochen. Ich bin wieder mobil. Ich lebe noch.</p>
<p>Die nächsten Tage verbringe ich im Konsumrausch. Apps installieren, Videos konvertieren, Musik einspielen, alte Fotos ansehen. Sogar eine Anwendung für das Erstellen von Keynote-Präsentationen kann ich kaufen. Es ist großartig. Ich sehe großzügig darüber hinweg, dass beim ersten Import einer Präsentation meine Lieblingsschriftart in schnödes Arial umgewandelt wird. Weil Apple dem iPad nur wenige Schriften mitgibt und andere noch nicht mal nachinstalliert werden können. Wirklich, großartig. </p>
<p><b>Ich mutiere zum Krüppel</b></p>
<p>Nur diese gebückte Haltung, der ständig zum Schoß gebeugte Kopf. Ich mutiere über die Stunden zum Krüppel. Ich fange an zu überlegen, ob eine Batterielaufzeit von neun Stunden vielleicht doch keine Errungenschaft ist. Auf dem Sofa erfinde ich merkwürdige Sitzhaltungen, damit mein Schoß und damit das iPad dem Kopf wieder etwas näher kommen kann. Vergebliche Mühe, die nur Krämpfe in den Beinen beschert.</p>
<p>Unterwegs die nächsten Probleme. Ich errege Aufsehen. Die Menschen begaffen mich, als käme ich vom Mond. Dabei kommt das iPad doch nur aus China. Mich beschleicht ein Gefühl von Distanz, ich fühle mich aussätzig. Doch ich halte an meinem iPad fest. Sollen die anderen doch auch kaufen, für horrendes Geld einen Computer ohne Tastatur.</p>
<p><b>&#8220;Schon cool&#8221;</b></p>
<p>Nach einer Woche tippe ich nun &#8211; wieder im Zug &#8211; auf dem iPad meine Geschichte. Und musste mich erst mal selbst fragen, warum es auf dem iPad eigentlich kein Schreibprogramm gibt. Während ich schreibe, beginnt ein junger Bundeswehrsoldat, mich über das Gerät auszufragen. Ich erzähle bereitwillig die immer gleichen Details. &#8220;Schon cool&#8221;, sagt er. Er wolle vielleicht auch so eines. Den Preis findet er &#8220;gar nicht so schlimm&#8221;. Die Bundeswehr muss den Sold erhöht haben, denke ich.</p>
<p>Am Bahnhof vor der Abfahrt habe ich mir ein Buch gekauft. Für 14,95 Euro. Ob es das wohl auch als eBook auf dem iPad gibt, fährt es mir an der Kasse in den Kopf. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob der Autor des Buches &#8220;Das klare Einmaleins des Denkens&#8221; damit einverstanden wäre. Womöglich sähe er einen Widerspruch zwischen seinem Buchtitel und der Tatsache, wie viel Apple an den Verkäufen mitverdienen will. </p>
<p>Blogge ich also noch schnell und will mich zum ersten Mal seit einer Woche dem gedruckten Papier widmen. Aber verflucht. Wie bekomme ich eigentlich ein Foto hochgeladen, wo das Ding doch keine Festplatte hat? In mir reift ein kleiner iFluch. Und der Beitrag bleibt ohne Bild. Bis ich zuhause am Rechner bin.            </p>
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		<title>Google: Neue Webfonts braucht das Netz*</title>
		<link>http://www.mediati.de/blog/google-neue-webfonts-braucht-das-netz.html</link>
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		<pubDate>Thu, 20 May 2010 13:05:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Schink</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
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		<category><![CDATA[Schriften im Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Webdesign]]></category>
		<category><![CDATA[Webfonts]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.mediati.de/wp-content/uploads/Screen-shot-2010-05-20-at-2.58.50-PM.png" alt="Google Webfonts" title="Google Webfonts" width="539" height="212" class="alignnone size-full wp-image-382" />Dem Normalnutzer fällt es in der Regel gar nicht auf, den Webdesigner nervt es tierisch: Die Zahl der Schriften im Netz ist äußerst begrenzt. Es gibt zwar schon lange Alternativen, die waren aber recht kompliziert. Wer schafft also Abhilfe? Mal wieder Google.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.mediati.de/wp-content/uploads/Screen-shot-2010-05-20-at-2.58.50-PM.png"><img src="http://www.mediati.de/wp-content/uploads/Screen-shot-2010-05-20-at-2.58.50-PM.png" alt="Google Webfonts" title="Google Webfonts" width="539" height="212" class="alignnone size-full wp-image-382" /></a></p>
<p><strong>Dem Normalnutzer fällt es in der Regel gar nicht auf, den Webdesigner nervt es tierisch: Die Zahl der Schriften im Netz ist <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Font_family_%28HTML%29">äußerst begrenzt</a>. Es gibt zwar schon lange Alternativen, die waren aber recht kompliziert. Wer schafft also Abhilfe? Mal wieder Google. Dort wird in diesen Minuten im Rahmen der <a href="http://code.google.com/events/io/2010/">Google-I/O-Konferenz</a> das &#8220;<a href="http://code.google.com/webfonts">Google Font Directory</a>&#8221; gelauncht.</strong></p>
<p>Das Font Directory soll eines ermöglichen: Weitere Schriften auf Websites darzustellen, die nicht auf dem Rechner des Benutzers vorliegen. Und das möglichst unkompliziert.</p>
<p>Bislang gab wie gesagt es schon ein paar Alternativen (<a href="http://www.webfonts.info/wiki/index.php?title=Main_Page">1</a>, <a href="http://typekit.com/">2</a>), richtig erfolgreich war das alles aber nicht. Weil entweder nicht kostenlos oder zu kompliziert. Bei Google ist auf einmal alles ganz einfach: Mit einer Zeile wird ein externes CSS eingebunden (das kommt dann von Evil-Google), ab da steht die neue Schriftart einfach zur Einbindung in das CSS zur Verfügung. Fertig. Unterstützt wird das Prinzip von allen gängigen Browsern.</p>
<p>Google hat dafür drei Grundvoraussetzungen geschaffen: Zum einen schnelle Server. Die sind ja eh da. Zum anderen eine wirklich einfache Schnittstelle, die jeder DAO verstehen kann. Und: Ein große Sammlung von Schriftarten, für die niemand Lizenzgebühr verlangt.</p>
<p>Ein Nachteil: Die Fonts müssen erst nachgeladen werden. Was aber von Google recht fix geht. Umso mehr Websites mitmachen, umso mehr Fonts liegen zudem auf Proxyservern und im Cache bereits vor.</p>
<p>Danke, Tobi</p>
<p>Was mich persönlich freut: <a href="http://mindgarden.de/">Tobi Kunisch</a>, einer der besten Webdesigner, den ich bislang kennenlernen durfte, hat an dem Projekt mitwirken können.</p>
<p>Und weil’s so schön ist, werde ich Blog Age heute mal eben <a href="http://code.google.com/webfonts/family?family=IM+Fell+DW+Pica">diesen schönen Font</a> verpassen. Schicke Sache. Danke, Tobi <img src='http://www.mediati.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>* Kennt hier eigentlich noch jemand <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ina_Deter">Ina Deter</a>?</p>
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		<title>Suchmaschine für Facebook-Statusmeldungen</title>
		<link>http://www.mediati.de/blog/suchmaschine-fur-facebook-statusmeldungen.html</link>
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		<pubDate>Wed, 19 May 2010 12:16:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Schink</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Booshaka]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook-Suchmaschine]]></category>
		<category><![CDATA[Privatsphäre]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.mediati.de/wp-content/uploads/Booshaka1.png" alt="Booshaka" title="Booshaka" width="539" height="212" class="alignnone size-full wp-image-382" />Ich hatte mich gewundert, dass die Veröffentlichung der Facebook-Schnittstelle im April hierzulande keinen Aufschrei in den Tagesthemen verursacht hat. Das Netz lässt uns nicht lange warten. Eine Suchmaschine veröffentlicht nun unsere Statusmeldungen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.mediati.de/wp-content/uploads/Booshaka1.png"><img src="http://www.mediati.de/wp-content/uploads/Booshaka1.png" alt="Booshaka" title="Booshaka" width="539" height="212" class="alignnone size-full wp-image-382" /></a></p>
<p><strong>Ich hatte mich gewundert, dass die Veröffentlichung der Facebook-Schnittstelle im April hierzulande keinen Aufschrei in den Tagesthemen verursacht hat. Das Netz lässt uns nicht lange warten. Eine Suchmaschine veröffentlicht nun unsere Statusmeldungen.</strong></p>
<p>Nochmal kurz erklärt: Eure Statusmeldungen waren auf Facebook schon länger öffentlich, wenn Ihr sie nicht explizit wegsperrt. Doch Mark Zuckerberg <a href="http://www.taz.de/1/politik/schwerpunkt-ueberwachung/artikel/1/facebook-boss-sagt-tschuess-zur-privatsphaere/">hält ja nicht viel von Privatsphäre</a> und deshalb gibt es seit April den so genannten <a href="http://developers.facebook.com/docs/api">Open Social Graph</a>. Er ermöglicht rein technisch den Abruf aller Facebook-Inhalte, die explizit nicht privat sind. Ok, bei <a href="http://graph.facebook.com/schink">meinem Profil</a> ist das witzlos, aber es gibt ja auch andere, offenherzigere Menschen.</p>
<p>Die im &#8220;Open Graph&#8221; ebenfalls implementierte Suche nutzt <a href="http://www.booshaka.com/">Booshaka</a>. Die Suchmaschine ist gerade mal <a href="http://booshaka.tumblr.com/post/560293165/booshaka-is-what-happens-when-facebook-google-and">ein paar Wochen alt</a> und durchforstet alle Statusmeldungen. Eigentlich ganz einfach.</p>
<p>Was da so zu diversen Suchbegriffen wie <a href="http://www.booshaka.com/?q=Berlin">Berlin</a> oder <a href="http://www.booshaka.com/?q=drunk">drunk</a> auftaucht, ist schon interessant. Ich wusste bis dato noch gar nicht, WAS es auf Facebook alles zu finden gibt. Zum Beispiel: <a href="http://www.facebook.com/profile.php?id=1190634249&#038;story_fbid=123441057681779&#038;v=wall">&#8220;i got drunk..and i think i slept with him lol&#8221;</a> (Katherine, ich hoffe, er weiß das nicht).</p>
<p>Ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Ob Katherine weiß, das das jetzt nicht nur ihre Freunde wissen? Sondern die ganze Welt? So viel Exhibitionismus war noch nie möglich, würde ich sagen.</p>
<p>Nun ja, ich warte jetzt schon sehnsüchtig auf die &#8220;erweiterte Suche&#8221; von Booshaka. Schließlich lässt Facebook auch die Suche nach Nutzern, Events, Fanpages und Gruppen zu (siehe <a href="http://developers.facebook.com/docs/api#search">API-Dokumentation</a>).</p>
<p>Vielleicht ist Privatsphäre ja wirklich was aus dem 20. Jahrhundert. Ich fange an, das vergangene Jahrhundert zu mögen.</p>
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		<title>Facebook Pages sind ein Grauen</title>
		<link>http://www.mediati.de/blog/facebook-pages-sind-ein-grauen.html</link>
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		<pubDate>Fri, 07 May 2010 10:22:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Schink</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.mediati.de/wp-content/uploads/Screen-shot-2010-05-07-at-12.21.10-PM.png" alt="Facebook Pages" title="Facebook Pages" width="539" height="212" class="alignnone size-full wp-image-382" />Facebook ist inzwischen groß, überholt inzwischen in Deutschland selbst Wikipedia und eBay. Trotzdem ist die Seite in vielfacher Hinsicht ein Grauen. Zeit für mich, mal eine Beschwerde loszuwerden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.mediati.de/wp-content/uploads/Screen-shot-2010-05-07-at-12.21.10-PM.png"><img src="http://www.mediati.de/wp-content/uploads/Screen-shot-2010-05-07-at-12.21.10-PM.png" alt="Facebook Page" title="Facebook Page" width="539" height="212" class="alignnone size-full wp-image-382" /></a></p>
<p><strong>Facebook ist inzwischen groß, überholt inzwischen in Deutschland selbst Wikipedia und eBay. Trotzdem ist die Seite in vielfacher Hinsicht ein Grauen. Zeit für mich, mal eine Beschwerde loszuwerden.</strong></p>
<p>Die Usability von Facebook ist ja seit jeher gewöhnungsbedürftig. Früher war die Seite ein kleines Startup, da hat man das akzeptiert. Doch bis heute hat sich wenig verändert. Für Anfänger erschließt sich die Seite gar nicht. Funktionen finden sich überall &#8211; nur nicht dort wo man sie vermutet.</p>
<p>Wer aber wie ich eine oder mehrere &#8220;Fanpages&#8221; auf Facebook sein Eigen nennt, der bekommt täglich graue Haare. Die schlimmsten Dinge will ich deshalb an dieser Stelle mal aufführen:</p>
<p>1. Nutzer-Inhalte: Ein wirklich zentraler Punkt sind die Nutzerkommentare (auch Nutzereinträge und Nutzerfotos, etc.) auf jeder Fanpage. Dumm nur, dass man mit keiner Benachrichtigungsregel einstellen kann, über neue Kommentare informiert zu werden. So ist man quasi verdammt, jederzeit die Fanpage abzuscannen. Nutzerkommentare auf älteren Beiträgen bleiben gleich ganz verborgen. WTF?</p>
<p>2. &#8220;Like it!&#8221;: Das verstehe wer will. Vor einigen Tagen wurde eingeführt, dass niemand mehr &#8220;Fan&#8221; einer Fanpage werden kann, sondern grundsätzlich nur noch einen &#8220;Like it&#8221;-Button vorhanden ist. Seitdem ist Facebook völlig durcheinander. Der Button wurde zwar umbenannt, fast überall aber ist noch von &#8220;Fans&#8221; die Rede. Da sieht man deutlich, mit welch heißer Nadel solche Änderungen gestrickt werden.</p>
<p>3. Administratoren: Besonders gefällt mir ja meine Rolle als Administrator. Bin ich einmal als Administrator einer Fanpage eingetragen, verliere ich meine Persönlichkeit komplett. Heißt: Ich kann dort nicht mehr persönlich kommentieren sondern erscheine dort auf einmal als Fanpage.</p>
<p>4. Seitenstatistiken: Die gibt es immerhin. So erfährt man ein wenig über die Fans seiner Seite. Dumm nur, dass die Statistiken grundsätzlich ihrer Zeit mehrere Tage hinterher hinken.</p>
<p>5. Applikationen: Es gibt eine ganze Reihe von Applikationen, die man auf Fanpages integrieren kann. Die Verwaltung ist aber völlig uneinheitlich, es gibt keinerlei Standards. Wer zum Beispiel ein Video in der „YouTube-Box“ hinzufügen möchte, braucht dafür etwa 10 Klicks. Das soll sich mal einer merken.</p>
<p>6. Bösartige Fans: Ja, die gibt es auch. Manche Fans verfolgen quasi als „Stalker“ jede Interaktion auf der Seite. Da wäre es ja wünschenswert, Fans entfernen zu können. Geht aber nicht.</p>
<p>7. Kategorien: Fanpages sind Kategorien zugeordnet (siehe Screenshot oben). Will man allerdings die Kategorie wechseln, hat man Pech gehabt. Geht nämlich nicht. Facebook empfiehlt hier, man möge doch einfach eine neue Fanpage anlegen.</p>
<p>8. Super-Admin: Wer eine Fanpage angelegt hat, kann weitere Nutzer als Admins eintragen. Dumm nur, dass er selbst auf ewig ein „Super-Admin“ bleibt. Und niemals sein Admin-Recht verlieren kann. Das ist beispielsweise in Vereinen oder andere Organisationen mit hoher Personalfluktuation ein echtes Problem.</p>
<p>9. Link-Bugs (der betrifft Facebook allgemein): Schon mal versucht, einen Link zu posten und dabei ein Foto mitzuschicken? Geht, klar. Aber wehe, man möchte ein anderes Foto als die von der verlinkten Website automatisch gezogenen. Geht nicht. Und noch ein Link-Bug: Die automatisch mitgelieferten Textschnippsel eines Links lassen sich normalerweise editieren. Aber nicht, wenn der Link auf Inhalte innerhalb Facebooks zeigt. WTF?</p>
<p>All das (und wahrscheinlich noch mehr) macht einem das Leben in Facebook echt schwer. Kann jemand mal anfangen, zumindest ein paar der Bugs zu beheben? Für solch grobe Schnitzer ist Facebook inzwischen zu groß, finde ich.</p>
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		<title>Im Internet ist Hyperdistribution alles</title>
		<link>http://www.mediati.de/blog/im-internet-ist-hyperdistribution-alles.html</link>
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		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 10:42:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Schink</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.mediati.de/wp-content/uploads/Hyperdistribution.jpg" alt="Hyperdistribution" title="Hyperdistribution" width="539" height="212" class="alignnone size-full wp-image-382" />Ich darf Ende März zum ersten Mal in einem Seminar einen strategischen Aspekt von Internetauftritten zu beleuchten: Es geht um die Gewinnung von Reichweite im Netz. Wer da an Suchmaschinenoptimierung denkt, greift zu kurz. Das Konzept heißt Hyperdistribution.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.mediati.de/wp-content/uploads/Hyperdistribution.jpg"><img src="http://www.mediati.de/wp-content/uploads/Hyperdistribution.jpg" alt="Hyperdistribution" title="Hyperdistribution" width="539" height="212" class="alignnone size-full wp-image-382" /></a></p>
<p><strong>Ich darf Ende März zum ersten Mal in einem Seminar einen strategischen Aspekt von Internetauftritten zu beleuchten: Es geht um die Gewinnung von Reichweite im Netz. Wer da an Suchmaschinenoptimierung denkt, greift zu kurz. Das Konzept heißt Hyperdistribution.</strong></p>
<p>Erstmals verwendet wurde der Begriff Hyperdistribution vom US-Journalisten Jeff Jarvis im vergangenen August. Er forderte, wenn Journalisten ihre gesellschaftliche Bedeutung behalten wollten, müssten sie sich um eine wesentliche höhere Reichweite bemühen.<br />
Im Folgenden führte er auf, welche Kanäle für den Vertrieb journalistischer Inhalte im Netz existieren. Ich komplettiere das hier noch einmal kurz aus meiner Wahrnehmung:</p>
<p>- Syndizierung von Inhalten (Kooperationen)<br />
 - Embeddable Widgets (Websites, iGoogle, Netvibes) <br />
- Schnittstellen (RSS, JSON und andere APIs)<br />
 - Alerts (Newsletter, Mail-Alerts uns SMS) - Plattformen (Mobil, iPhone, Android, iPad, Kindle) <br />
- Web-Communities (Twitter, Facebook, MySpace)<br />
 - Content-Plattformen (Flickr, YouTube, Slideshare, etc.)<br />
 - Suchmaschinenoptimierung</p>
<p>Die Botschaft ist klar: Die Nachricht muss sich ihre Nutzer suchen, nicht umgekehrt. Die wirklich guten Geschichten werden nicht einfach nur verbreitet, sie werden als Link durch das Internet weitergereicht – über Facebook, Twitter oder Blogs. Eine Regionalzeitung oder ein Blogger kann Spiegel Online in der Aufmerksamkeit schlagen, wenn er nur die richtigen Inhalte über den richtigen Kanal streut.</p>
<p><strong>Nur ein paar Blogbeiträge</strong></p>
<p>Ein gutes Beispiel dafür ist die Internetzensur-Kampagne im vergangenen Jahr. Blogger bestimmten die Debatte um das Löschgesetz von Familienministerin Ursula von der Leyen. Sie torpedierten die Bemühungen der Ministerin mit immer neuen Detailinformationen über die Unsinnigkeit des Vorhabens. Aus der Debatte im Netz wurde schnell eine Debatte in den Medien. Die SPD verlor bei der Wahl entscheidende Prozentpunkte für eine Regierungsbeteiligung, Bundespräsident Horst Köhler weigerte sich schließlich, das Gesetzt zu unterzeichnen, mehr als 134.000 Menschen unterschrieben eine Petition gegen das Gesetz. Kern der Kampagne waren &#8230; ein paar Blogbeiträge, die sich rasend schnell im Netz verbreiteten.</p>
<p>Hyperdistribution ist als Ansatz nicht neu, aber bei weitem nicht landläufig akzeptiert. In Medienhäusern und Unternehmen fehlt es an Zahlen, Strategien und Umsetzungen für erfolgreiche Hyperdistribution.</p>
<p>Einfach zu erklären ist das nicht. Man könnte Managern fehlende Weitsicht vorwerfen, das wäre aber vermutlich zu plump. Vielmehr verändert sich die Kommunikationswelt so rasch, dass für den Einzelnen nicht mehr nachvollziehbar ist, wo sich Menschen (künftig) erreichen lassen.</p>
<p><strong>Es geht nicht nur um Klicks</strong></p>
<p>Darüber hinaus fehlen Zahlen und Vergleichswerte, die Hyperdistribution zwingend nahelegen. Wer weiß schon, wie viel Traffic er über die diversen Kanäle auf die eigene Website bekommen könnte? Lediglich die Suchmaschinenoptimierung ist akzeptiert, weil sich herumgesprochen hat, dass einige Websites mehr als die Hälfte ihres Traffics über Google bekommen. Wie viele Klicks lassen sich aber über Twitter oder Facebook erzielen?</p>
<p>Im Zweifelsfall wesentlich weniger. Doch bei Twitter und Facebook geht es nicht zwingend um Klicks. Es geht vielmehr um das Gespräch der Menschen, das oftmals nur auf den Plattformen selbst stattfindet. Entscheidend ist, sich an diesem Gespräch zu beteiligen &#8211; statt außen vor zu bleiben. Es geht darum, die eigenen Inhalte und Marke ins Netz zu tragen. Da ist die Zahl der Follower auf Twitter wichtiger als die Anzahl der Klicks, die sie anschließend auf der eigenen Website hinterlassen.</p>
<p>Darum geht es bei Hyperdistribution: Die eigenen Inhalte ins Netz zu tragen. Erst dann kommen die Nutzer auch wieder zurück. Daran, wie viele Menschen ein Angebot erreicht, bemisst sich die Bedeutung von Journalismus. Reichweite ist alles. Auch wenn sie nicht mehr zwingend auf der eigenen Website gemessen werden kann.</p>
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		<title>Nicht alles muss benutzt werden</title>
		<link>http://www.mediati.de/blog/nicht-alles-muss-benutzt-werden.html</link>
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		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 08:23:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Schink</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.mediati.de/wp-content/uploads/google-buzz.jpg" alt="google-buzz" title="google-buzz" width="539" height="212" class="alignnone size-full wp-image-382" />Google Buzz ist so eine Sache. Die Allgemeinheit ist nicht sonderlich angetan von dem neuen Spielzeug. Zu viel, zu schnell, zu unübersichtlich, heißt es. Auch ich habe den Eindruck, ich brauche dieses "Twitter auf LSD" eigentlich nicht. Letztlich aber kommt es auf die Perspektive an. Man nehme zum Beispiel die Geschwindigkeit einer Schnecke.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.mediati.de/wp-content/uploads/google-buzz.jpg"><img src="http://www.mediati.de/wp-content/uploads/google-buzz.jpg" alt="google-buzz" title="google-buzz" width="539" height="212" class="alignnone size-full wp-image-382" /></a>Das Experiment, dass ich zur Google-Buzz-Gegenüberstellung verwenden möchte, lässt sich auf der Website realsnailmail.net verfolgen. Dort wird versucht, E-Mails mithilfe von Schnecken in einem Terrarium zuzustellen.</p>
<p>Das Experiment musste scheitern. Innerhalb weniger Wochen bekamen die Schnecken viel zu viele Aufträge. Weil sie mit der Schneckenpost hoffnungslos überfordert waren, mussten mehr Schnecken besorgt werden. Die Tierchen haben sich vermutlich gefühlt, wie meine Großeltern, wenn sie zum ersten mal Google Buzz benutzen. Zu viel, zu schnell, zu unübersichtlich.</p>
<p>Ähnlich wie die Schnecken verstehen viele Menschen das Internet heute nicht mehr in seiner Gänze. Wer nutzt schon drop.io zum Tauschen von Dateien, oder postero.us zum Lifestreaming? Solche Dinge bleiben vielfach Geek-Spielzeuge, ohne Chance auf Massenverbreitung. Meine Großeltern nutzen da lieber web.de zum Mailen und spiegel.de zum Lesen von Nachrichten.</p>
<p>Um bei der Schneckenanalogie zu bleiben: Meine Großeltern bewegen sich mit der Geschwindigkeit einer Schnecke durchs Netz und fühlen sich dadurch hoffnungslos überfordert. So wie ich mich von Google Buzz überfordert fühle.<br />
Nicht alles, was gedacht und gemacht werden kann, muss genutzt werden.</p>
<p>Letztlich aber ist genau das großartig: Jeder nimmt sich im Netz das, was er braucht und anwenden will. Nicht alles, was gedacht und gemacht werden kann, muss genutzt werden. Das trifft auch auf Google Buzz zu.</p>
<p>Eine zweite Prämisse gilt im Netz ebenfalls nicht: Nicht alles muss zum Trend werden, um erfolgreich zu sein. Es reicht aus, dass ein kleiner Teil der Nutzer ein neues Werkzeug annimmt. Dann hat es bereits eine Existenzberechtigung. Auch das gilt für Google Buzz. Und jeder darf ein bisschen Schnecke bleiben.</p>
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		<title>Erfolg des iPad entscheidet sich an einer Frage</title>
		<link>http://www.mediati.de/blog/erfolg-des-ipad-entscheidet-sich-an-einer-frage.html</link>
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		<pubDate>Wed, 27 Jan 2010 23:49:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Schink</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://www.mediati.de/wp-content/uploads/ipad-apple.png"><img alt="" src="http://www.mediati.de/wp-content/uploads/ipad-apple.png" class="alignnone"  /></a> Die Vorstellung des iPad war wohl die meistbeachtete Apple-Präsentation jemals. Vor Verkaufstart wird nun viel diskutiert werden: Setzt sich das Ding durch? Oder nicht? Und wenn ja, warum? Eigentlich ist die Antwort einfach. Der Erfolg oder Misserfolg des iPad entscheidet sich an einer zentralen Frage.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Vorstellung des iPad war wohl die meistbeachtete Apple-Präsentation jemals. Vor Verkaufstart wird nun viel diskutiert werden: Setzt sich das Ding durch? Oder nicht? Und wenn ja, warum? Eigentlich ist die Antwort einfach. Der Erfolg oder Misserfolg des iPad entscheidet sich an einer zentralen Frage.</p>
<p>Der iPad eregt die Gemüter. Noch nie ist zur Verkündung eines Apple-Geräts zu viel publiziert worden. Alle Welt fragt sich: Ist das die Zukunft der Endgeräte? Ist der App-Store der Ausweg für sinkende Zeitungsauflagen? Der iBooks-Store die Antwort für die Buchbranche?</p>
<p>Andere fragen: Brauche ich ein Gerät, das keine Tastatur besitzt. An dem offensichtlich die Kamera fehlt, die iPhone und Macbook schon lange besitzen? Das zentral für das Surfen im Internet sein soll, aber keine Flash-Seiten anzeigen kann? Andere werden dagegen halten: Tolles Gerät, nicht zu teuer, völlig neue Erfahrung. Und werden kaufen, nur deshalb. </p>
<h3>Der Hype legt sich, dann stellt sich die Frage</h3>
<p>Aber der Hype legt sich. Irgendwann. Vielleicht wird Apple sogar reichlich erfolgreich sein, es werden Nachahmerprodukte auf den Markt kommen (das erste hat Microsoft ja schon angekündigt <img src='http://www.mediati.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Die werden etwas kleiner sein, oder etwas größer. Mit Tastatur und ohne.</p>
<p>Und spätestens dann wird die Mehrheit der Menschen sich die zentrale Frage stellen: Wie viele Endgeräte will ich besitzen? </p>
<p>Digital veranlagte Zeitgenossen haben heute in der Regel zwei. Ein Smartphone, ein Notebook. Desktop-Computer braucht niemand mehr, Netbooks dagegen sind für viele schon ein guter Notebook-Ersatz. Ich gehe noch einen Schritt weiter: Fernseher braucht eigentlich niemand. Den Empfang eines TV-Signals erledigt der Rechner genauso gut. Ich brauche nur einen schönen und großen Monitor im Wohnzimmer.</p>
<h3>Zwei Endgeräte, nicht drei</h3>
<p>Damit reduziert sich die Anzahl der Geräte eigentlich auf zwei. </p>
<p>Das eine muss gerade so groß sein, dass ich es überall aus der Hosentasche ziehen kann, in der Straßenbahn, im Zug und im Auto. Damit muss ich im Netz surfen, telefonieren, Mails schreiben. Dafür gibt es iPhones, Google-Handys und Windows Mobile.</p>
<p><bild2>Meine radikal subjektive Perspektive lautet: Der zweite Rechner muss genau so groß sein, dass ich mit ihm arbeiten und in anständiger Größe ein Bild sehen kann. Will ich komfortabler am Schreibtisch sitzen oder damit Fernsehen, schließe ich daran bei Bedarf externe Geräte (Tastatur, Maus, Monitor, etc.) an. Ein weiteren Rechner brauche ich dafür nicht. Die theoretische Größe dieses Gerätes wäre die eines Netbooks. Oder eben eines &#8230; iPad.</p>
<h3>iPad als vollwertiger Rechner?</h3>
<p>Kann der iPad so ein Gerät sein? Ich bin mir nicht sicher – wegen fehlender Tastatur, mangelnder Software- und womöglich eingeschränktem Dokumenten-Austausch. Da ist die fehlende Kamera noch das kleinste Problem.</p>
<p>Ich glaube, Apple wird nachrüsten müssen. Und Netbooks werden eine harte Konkurrenz für den iPad bleiben.</p>
<p>Bewährt sich der iPad nicht als vollwertiger Rechner, ist er lediglich ein drittes Endgerät. Ein cooles Spielzeug. Es verliert damit nicht seine Existenzberechtigung. Aber seine Massentauglichkeit. Eine Mehrzahl der Menschen braucht den iPad dann nicht. Damit wäre der iPad zumindest eines nicht: Das ersehnte Absatzgerät für Zeitungs- und Buchverlage.</p>
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		<title>Tweetet aus allen Zügen!</title>
		<link>http://www.mediati.de/blog/tweetet-aus-allen-zugen.html</link>
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		<pubDate>Tue, 26 Jan 2010 15:51:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Schink</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://www.mediati.de/wp-content/uploads/0475_bahntweets2.gif"><img alt="" src="http://www.mediati.de/wp-content/uploads/0475_bahntweets2.gif" class="alignnone"  /></a> Während ich dies hier schreibe, sitze ich ironischerweise in einem verspäteten Zug. Versteht mich nicht falsch: Ich bin ein Freund der Bahn. Ich fahre nahezu wöchentlich mit der Bahn. Da war eine kleine Twitter-Idee naheliegend. Das Ergebnis ist erschreckend.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Während ich dies hier schreibe, sitze ich ironischerweise in einem verspäteten Zug. Versteht mich nicht falsch: Ich bin ein Freund der Bahn. Ich fahre nahezu wöchentlich mit der Bahn. Da war eine kleine Twitter-Idee naheliegend. Das Ergebnis ist erschreckend.</p>
<p>Die Idee kam mir bei irgendeiner meiner Bahnfahrten. So benutze ich zum Beispiel nahezu wöchentlich den Sprinter von Berlin nach Frankfurt. Der kostet 13 Euro Aufpreis, weil er 30 Minuten schneller sein soll. Doch bei neun von zehn Fahrten hat der Verspätung. Ähnlich sieht es überall in der Republik aus, verfolgt man die einschlägigen Tweets.</p>
<p>So entstand die Idee zu &#8220;Bahn-Tweets&#8221;: Seit heute ist die Website Bahntweets.de live. Dort sammle ich Tweets, die im weitesten Sinne mit Bahnfahrten zu tun haben. Von Leuten, die das Hashtag #db oder #bahn verwenden. Dazu sammle ich Tweets mit Worten wie &#8220;ICE&#8221;, &#8220;Verspätung&#8221;, &#8220;pünktlich&#8221;, &#8220;Zug&#8221;, usw. Die Website funktioniert mithilfe der Twitter-API, die automatisierten Zugriff auf die Suche nach entsprechenden Tweets gewährt.</p>
<p>Zusätzlich habe ich eine kleine interne Suche für Bahntweet-Hashtags gebaut. Damit alle Leute auf dem Weg nach #Hamburg oder #Berlin auch gleich wissen, wo wieder eine Weiche ausgefallen ist.</p>
<p>Das Ergebnis: Nahezu im Minutentakt kommen Meldungen von Menschen aus Zügen und von Bahnhöfen. Sie berichten von Weichenstörungen, überheizten Zügen, Triebwagen-Störungen, fehlenden Zugteilen, nicht funktionierenden Reservierungsanzeigen, Umleitungen, überforderten Zugbegleitern.</p>
<p>Einige twitternde Fahrgäste sind noch nicht mal mehr überrascht. Verspätungen bei der Bahn sind schon fast normal. Doch normal ist das nicht. Nicht in diesem Ausmaß.</p>
<p>Bahntweets dokumentiert diesen täglichen Wahnsinn auf deutschen Schienen. In der Hoffnung, dass das irgendwann mal ein Ende hat.</p>
<p>Tweetet aus allen Bahnen!</p>
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		<title>Social Media erobert die Nachrichten</title>
		<link>http://www.mediati.de/blog/social-media-erobert-die-nachrichten.html</link>
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		<pubDate>Tue, 12 Jan 2010 16:17:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Schink</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufmacher]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://www.mediati.de/wp-content/uploads/cloud.gif"><img alt="" src="http://www.mediati.de/wp-content/uploads/cloud.gif" class="alignnone"  /></a> Das Jahr 2009 ist definitiv das Jahr, in dem Social Media erstmals eine vielfache Rolle im Mainstream gespielt hat. Hier möchte ich ein paar der wichtigsten Ereignisse zusammenstellen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das erste Ereignis des Social-Media-Jahres ist definitiv die Notlandung des Fluges 1549 der US Airways im Hudson River am 15. Januar. Janis Krums veröffentlicht per Twitter ein Foto auf Twitpic, das weltweit durch die Medien gereicht wird. Janis selbst tritt in mehreren Talkshows auf, sein Twitter-Account hat nach wie vor nur knapp 6000 Follower.</p>
<p>Nur wenige Tage später wird Barack Obama als 44. Präsident der USA vereidigt. Schon sein Wahlkampf ging als &#8220;erste Internetkampagne&#8221; in die Geschichte ein. Am Tag seiner Vereidigung am 20. Januar richtet sein Wahlkampf-Komitee einen eigenen Inauguration-Twitter-Account ein. Alle 15 Sekunden twittert jemand über das Ereignis, Twitter selbst bricht unter der Last nahezu zusammen.</p>
<p>Am 9. und 10. Februar berichten dutzende Medien über den neuen Wirtschaftsminister Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jakob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr zu Guttenberg. Dumm nur, dass kurz zuvor ein Schelm einen weiteren Vornamen in Wikipedia versteckt hat. Doch Guttenberg hat nur zehn Vornamen, der &#8220;Wilhelm&#8221; gehört nicht zu ihm. Eines wird dadurch klar: Auch auf Qualität pochende Journalisten schreiben nur zu gern ab, wenn es schnell gehen muss. Immerhin, einige Medien veröffentlichen wenig später eine Stellungnahme in eigener Sache.</p>
<p>Am 3. März stürzt bei U-Bahnbauarbeiten das Kölner Stadtarchiv ein. Twitter ist auch hier nur ein Haus entfernt. Der 41-jährige Alexander Regh wohnt direkt neben der Unglücksstelle und verbreitet Fotos vom Unglück per Twitter und über seine eigene Homepage. &#8220;Ich habe mir gedacht: Wer sieht das schon so gut wie Du&#8221;, sagt er der Online-Zeitung &#8220;DerWesten&#8221;.</p>
<p>Am 11. März erschießt in Winnenden ein Schüler 12 Menschen. Auf Twitter gibt es zwar keine unmittelbaren Augenzeugen, dafür versuchen diesmal die Medien, über Social Media Aufmerksamkeit für ihre Berichterstattung zu erheischen. Focus Online eröffnet bei Twitter einen eigenen Account &#8220;Amoklauf&#8221; (inzwischen gelöscht) und zieht damit heftige Kritik auf sich. Am Tag darauf zeigen mehrere Medienseiten ein Video, auf dem die letzten Momente des Amokläufers Tim K. zu sehen sind. Was nicht weniger geschmacklos erscheint.</p>
<p>Am 22. April legt das rot-schwarze Bundeskabinett dem Bundestag einen folgenschweren Gesetzentwurf vor. Das Telemediengesetz soll geändert werden – künftig soll es demnach dem BKA möglich sein, Sperrlisten von Internetseiten mit Kinderpornografie zu erstellen, die anschließend mit einem &#8220;Stoppschild&#8221; versehen werden sollen. Im Internet wehren sich hunderttausende Menschen gegen die so genannten Netzsperren. Auf Twitter sammelt sich der Protest mit dem Hashtag #zensursula. Franziska Heine reicht eine Petition ein – und sammelt bis zum 16. Juni so viele Unterschriften wie nie zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik. Am Ende unterschreiben 134.015 Bundesbürger.</p>
<p>Der Protest bleibt auch für die SPD nicht ohne Folgen. Der groß angelegte sozialdemokratische Online-Wahlkampf bricht in sich zusammen, als am 17. Juni der Online-Beirat unter Protest gegen die Verabschiedung des Gesetzes die Arbeit einstellt. Die SPD verliert damit prominente Unterstützer wie Nico Lumma oder Sascha Lobo.</p>
<p>Am 23. Mai wird Horst Köhler in Berlin von der Bundesversammlung für eine zweite Amtszeit gewählt. Die Auszählung der Stimmen war offenbar schon um kurz nach 14 Uhr abgeschlossen. Doch bevor das Ergebnis verkündet ist, twittert bereits der Bundestagsabgeordnete Ulrich Kelber (14:15 Uhr) und auch die Abgeordnete Julia Klöckner das Ergebnis. Erst um 14:30 Uhr wird das Ergebnis dann offiziell verkündet. Das Ereignis hatte ein Nachspiel. Weil Kelber selbst an der Stimmauszählung beteiligt war, wird ihm Verletzung des Wahlgeheimnisses vorgeworfen.</p>
<p>Am 12. Juni wird im Iran ein neuer Präsident gewählt. Im Anschluss an die offenbar gefälschte Wahl brechen in Teheran und andere Städten des Landes Proteste aus, die vor allem über Twitter und Youtube ihren Weg in die Berichterstattung westlicher Medien finden. Wegen der umfassenden Zensur im Iran ist dies für die Opposition der einzige Weg, sich Gehör zu verschaffen. Die umfassenden Internet-Zensur-Versuche der iranischen Behörden sind bis heute relativ erfolglos.</p>
<p>In den kommenden Wochen färben auf Twitter zehntausende Menschen ihre Profilbilder grün ein. So entsteht weltweit sichtbare Solidarität mit der iranischen Opposition. Die Solidaritätsbekundungen nehmen kein Ende. Und Twitter wird zum Livestream des Aufstands.</p>
<p>Tod auf Youtube<br />
Am 20. Juni stirbt bei den Protesten in Teheran die 27-jährige Studentin Neda. Ihr Tod wird gefilmt, das Video landet dutzendfach auf YouTube. Während die einen noch über die Authentizität diskutieren, wird ihr Tod zum Symbol für die Grausamkeit des iranischen Systems.</p>
<p>Bei den Landtagswahlen in Thüringen, Sachsen und dem Saarland am 30. August gibt es erste Ergebnisse der Nachwahlbefragungen bereits um 16:30 Uhr bei Twitter. Die sächsische Landeswahlleiterin kündigt umgehend rechtliche Schritte an, der Bundeswahlleiter Roderich Egeler fühlte sich wegen der bevorstehenden Bundestagswahl bemüßigt, mit Bußgeld zu drohen, sollte sich das am 27. September wiederholen. So bleibt Twitter zur Bundestagswahl stumm.</p>
<p>Am 7. September veröffentlichen 15 deutsche internetige Menschen (auch ich) über ihre Blogs und Twitter-Accounts das Internet-Manfest. Das Manifest wurde innerhalb der Social Media heftig diskutiert. Die diversen Publikationen führen zu einer rasend schnellen Verbreitung. Das Manifest wird so innerhalb kürzester Zeit in 17 Sprachen übersetzt.</p>
<p>Es ist der 14. Dezember, der Niedersächsische Landtag diskutiert eigentlich den Haushalt. Als der grüne Abgeordnete Helge Limburg auf Twitter den Landes-Innenminister Uwe Schünemann (CDU) als „unerträglichen Hetzer“ bezeichnet (Link führt gecachter Version von Google, da Tweet bereits gelöscht), brechen im Landtag Tumulte aus. Die Sitzung muss für 45 Minuten unterbrochen werden. Weil den anderen Abgeordneten nicht verborgen geblieben war, was Helge Limburg twitterte.</p>
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